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Die Dresden Monarchs bleiben auch nach der Sommerpause in der effect®ENERGY GFL siegreich. Das Gastspiel bei den Munich Cowboys gewannen die Sachsen souverän mit 10:48 (0:14/0:14/3:20/7:0)
Sommerpause vorbei für die Dresden Monarchs – und die Sachsen machen dort weiter, wo sie vor dem kurzen Urlaubs-Break aufgehört haben. Ein paar Wochen nach dem starken Sieg im sprichwörtlich heißen Potsdam lieferte der noch ungeschlagene Tabellenführer der GFL Nord ein nahezu perfektes Spiel. Auf dem Papier hatte man sich eigentlich einen attraktiven Schlagabtausch versprochen. Dresdens Offense ist bekanntlich ein stabiler Punktelieferant. Und auch in München erleben die Fans in dieser Spielzeit eine spaßbetonte Abteilung Attacke. Mit dem US Amerikaner Nicholas Semptimphelter haben die Cowboys einen echten Gunslinger in ihren Reihen und bis zum Match gegen Dresden in sieben Spielen schon 227 Punkte erzielt. Doch die Cowboys erwischten gegen Dresden einen rabenschwarzen Tag. Gleich im ersten Drive verletzte sich Semptimphelter am rechten Knie, konnte zwar nach einer kurzen Pause weiterspielen, war danach aber nicht mehr die erwartete Gefahr für die Dresdner Verteidigung. Erst Sekunden vor dem Beginn des letzten Viertels konnte München überhaupt die ersten Punkte bejubeln! Dresdens Offense hingegen trat von Beginn an aufs Gas und punktete fast nach Belieben. Erster Drive – erster Touchdown: drei gute Läufe über Runningback Toff Lala und dann ein Pass von Rocky Lombardi auf Montigo Moss in die Endzone plus Zusatzpunkt von Florian Finke und Dresden lag 0:7 vorn. Wenig später Touchdown Nummer Zwei: Wieder mit Lala in einer Hauptrolle. Erst läuft der bis an die 5-Yard Linie. Ein Versuch später bekommt er wieder den Ball, schaut sich kurz die Münchner Wand vor sich an und weicht erfolgreich nach Links zum Lauf in die Endzone aus (PAT Finke 0:14). Zweites Viertel – gleiches Bild: Dresden fackelt nicht lang, braucht nur zwei Spielzüge für den nächsten Touchdown. Erneut bedient Lombardi Moss, der mehrere Verteidiger aussteigen lässt und mit Ball in die Endzone sprintet (PAT Finke 0:21). Doch in den Jubel der bis hierhin fehlerfrei spielenden Monarchs mischt sich kurz danach ein höchst ungutes Gefühl. Runningback Yazan Nasser verletzt sich schwer am rechten Bein. Lange Behandlung auf dem Rasen, betroffene Gesichter bei allen Spielern. Nasser musste später mit dem Krankenwagen abtransportiert werden und wird aller Voraussicht nach ausfallen. Gute Besserung, Yazan!
Der Schock saß bei den Monarchs für den Moment tief. Kurz war der Wurm im eigenen Angriffsspiel. Montigo Moss verlor gar nach einem Catch den Ball. München kann aus diesem Fumble aber kein Kapital schlagen. Dresden hingegen schüttelt sich und erhöht Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einem Touchdown auf Janne Särkelä auf 0:28.
Verdrängt man die schwere Verletzung von Nasser für einen Moment war das eine perfekte erste Hälfte von den Monarchs. Im Angriff gelang so ziemlich alles. Lauf oder Pass, egal – Dresden machte nahezu unbedrängt Raum und Punkte. Die Defense hatte die Münchner komplett im Griff. Spielmacher Semtimphelder kam zwar besser in Schwung, konnte aber keine Akzente setzen. Und all das setzte sich im dritten Viertel fort. Kick Off München zum Start – und Toff Lala trägt den Ball postwendend im Return zurück in die Endzone. Touchdown Nummer Fünf (PAT nicht gut 0:34)! Für München versucht sich Maximilian Mittasch an einem langen Fieldgoal, was misslingt. Bei Dresden schaltet Montigo Moss nochmal in den Showmodus. Erst macht er großen Raumgewinn mit einem One-Hand-Catch und anschließendem Hürdenlauf. Und dann feuert Rocky Lombardi von ganz rechts nach ganz links außen wieder in die fangbereiten Hände von Moss zum nächsten Touchdown (PAT Finke 0:41). Wenig später, es sind noch mehr als vier Minuten im dritten Viertel zu spielen, da entscheiden Dresdens Coaches auf vorzeitigen Feierabend für die Starter. Als Spielmacher übernimmt Marvin Schöne. Und der führt sich sofort perfekt ein und bedient David Moore III mit einem kurzen Pass zum nächsten Touchdown (PAT Finke 0:48). Und erst dann blitzt zum ersten Mal die Qualität des Münchner Angriffs auf. Langer Pass von Nicholas Semptimphelder auf Gabriel Boccella. Ein erstes, aber sehr spätes Bigplay. Maximilian Mittasch darf als Kicker erneut ran und macht es diesmal besser: Fieldgoal zum 3:48. Sieben Punkte legt München dann kurz vor Ende des Spieles nach. Touchdown nach Pass vom zweiten Quarterback Valentin Sillem auf Christoph Sass plus Zusatzpunkt erneut von Mittasch. Endstand 10:48.
Dresdens Headcoach Greg Seamon hatte vor dem Spiel mahnende Worte gefunden. Tempo und Konzentration müsse man auch nach der urlaubspause oben halten. Das Momentum nach dem Sieg beim Rivalen in Potsdam nicht abreißen lassen. Nach diesem Auftritt in der bayerischen Landeshauptstadt kann man sagen: Auftrag ausgeführt. Nächstes Spiel dann endlich wieder zu Hause in Dresden – Samstag 1. August gegen die Düsseldorf Panther.
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Foto: Bennet