Monarchs halten Rebels in Schach

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Monarchs halten Rebels in Schach

Die Dresden Monarchs bleiben in der laufenden Saison der effect® ENERGY GFL weiter ungeschlagen. Im Spiel gegen die Berlin Rebels behielten die Sachsen trotz einiger Fehler am Ende deutlich die Oberhand und gewannen mit 42:14 (7:0/7:0/14:7/14:7).

Manchmal ist Football schon eine komische Sache. Eigentlich hatten die Monarchs vor fast 7500 Fans im Dresdner Heinz-Field das Spiel komplett in der Hand. Aber andererseits gab es den einen oder anderen Moment, wo das hätte auch kippen können.

Zu Gast mal wieder die Rebels aus Berlin. Ein Team, mit welchem man sich in den letzten Jahren eine paar spannende, enge und emotional aufgeladene Matches geliefert hatte. Spannend war es auch an diesem Samstag. Eng und emotional aufgeladen eher nicht. Dresdens Drefense konnte einen ersten Drive der Gäste schnell stoppen. Der eigene Angriff wollte seinerseits gleich Nägel mit Köpfen machen – gab aber den Ball schnell wieder ab. Ein Fehlpass von Spielmacher Rocky Lombardi, den Deji Agbana auf Seiten der Rebels abfangen konnte. Glück für Dresden, dass Berlin aus dieser ersten Interception keine Punkte holen konnte. Die Defense hielt und so konnte der Angriff zum zweiten Versuch starten. Und machte es besser: Rocky Lombardi auf Receiver Montigo Moss plus Zusatzkick von Florian Finke – die 7:0 Führung. Dresden wirkte nun sicher im Angriff und dominant in der Verteidigung. In der Regel wenig bis gar kein Raumgewinn für Berlin. Dafür neue Punkte für Dresden. Das zweite Viertel hatte gerade begonnen, da konnte Lombardi erneut Moss perfekt bedienen. Wieder Touchdown, wieder Finke: 14:0.

Das fühlte sich zu diesem Zeitpunkt überlegen an. Man sah aber auch, dass vor allem im Monarchs-Angriff noch nicht alles perfekt lief. Das Laufspiel über Toff Lala kam nicht so richtig in Schwung. Im Passspiel sah man erstaunlich oft Ungenauigkeiten, wurden eigentlich sichere Bälle nicht gefangen. Und Rocky Lombardi unterlief sein zweiter Fehler: wieder Interception, diesmal griff ausgerechnet der Ex-Dresdner Jonas Gacek zu. Allerdings konnte Berlin auch diesmal diesen Turnover nicht in Punkte verwandeln.

Im dritten Viertel lief der Monarchs-Angriff aber dann auf allen Zylindern. Immer wieder schöne, souveräne Drives, das eine oder andere Bigplay und vor allem Punkte. Erst lief Lombardi selbst zum Touchdown, wenig später war es erneut sein Receiver Moss (Beide Male PAT Finke 28:0). Doch Berlin steckte nicht auf, kam seinerseits auch besser in Schwung. Folgerichtig der Anschluss: Quarterback Tyquell Fields mit einem Traumpass auf Nate Stewart über fast 50 Yard zum 28:7 (PAT Kris Cain). Und an der Schwelle zum Schlussviertel hätte die Partie tatsächlich nochmal kippen können. Berlin mit dem Punktgewinn jetzt auf Betriebstemperatur. Und ausgerechnet da die dritte Interception von Dresdens Lombardi. Ballbesitz Berlin schon nah an der Dresdner Endzone. Die Seiten wurden ein letztes Mal gewechselt. Die Rebels arbeiteten sich nach vorn. Wenn da, mit noch gut Zeit auf der Uhr, ein weiterer Touchdown gelingt geht da vielleicht noch was. Aber in diesem Moment stand dann eben die Monarchs-Verteidigung perfekt. Die Rebels gingen, nur einen Schritt vor der Goal-line, vier Versuche – und kamen doch nicht ins gelobte Land. Turnover on downs – wieder Angriffsrecht Dresden. Und die Offense machte nun den Deckel drauf. Zwei weitere Touchdowns: einer über Janne Särkelä und einer über David Moore und der Drops war gelutscht! Berlin kam spät zu weiteren Punkten: Runningback Filip Uderhardt mit einem kurzen Sprint in die Endzone. Der Endstand: 42:14!

Ein Sieg ist ein Sieg! Egal wie knapp, wie souverän. Egal auch am Ende, dass das vor allem bei den Fehlpässen dem einen oder anderen Dresdner Fan kurz das Herz stehen blieb. Die Monarchs haben vier Siege und acht Punkte auf der Habenseite. Und fahren kommende Woche zum nächsten Match nach Braunschweig.

Foto: @leoziems.px