Dresden ist weiter

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Dresden ist weiter

Die Dresden Monarchs stehen erneut im Halbfinale um die deutsche Footballmeisterschaft. Mit einer bemerkenswert konzentrierten Leistung gewannen die Sachsen das Viertelfinale gegen die Marburg Mercenaries verdient mit 42:22 (14:0/28:7/0:0/0:15).

Respekt! Die Dresden Monarchs haben pünktlich zum Beginn der Play Offs eine ihrer besten Leistungen der Saison abgerufen. Auch wenn die Sachsen wie schon im Vorjahr hinter Braunschweig Platz zwei der GFL Gruppe Nord erkämpft hatten, gab es immer wieder Kritik. Unnötige Niederlagen, Unkonzentriertheiten, unnötige Fehler. Und immer wieder der Vorwurf: Dresden käme in einigen Spielen nur mühsam aus den Puschen, musste immer wieder frühzeitigem Rückstand hinterherrennen. Das war im Spiel am Sonntag vor mehr als 2.100 Fans beim ELBEPARK-Gameday im Dresdner Heinz-Field komplett anders.

Dresden zeigte vor allem in Halbzeit Eins eine bemerkenswerte Leistung. Die Gäste aus Marburg schienen nervös und machten früh kapitale Fehler. Dresdens Defense wusste diese eiskalt zu nutzen. Einmal Damien Donaldson und zwei Mal Quade Chappuis fingen fehlgeleitete Pässe von Marburgs Quarterback Micah Brown ab und machten so optimistische Angriffsbemühungen der Gäste schnell zu Nichte. Und Dresdens Offense spulte eiskalt, fehlerlos und effizient Angriff auf Angriff runter. In der ersten Halbzeit wurde jeder Drive in Punkte verwandelt. Zwei Mal lief Runningback Trevar Deed im ersten Viertel über die kurze Distanz zu Touchdowns. Im zweiten Viertel glänzte Receiver Guillaume Rioux doppelt nach Pässen von Jeff Welsh über 22 und 24 Yard. Auch  Deed erzielte einen weiteren Touchdown nach Pass von Welsh (PATs jeweils Jan Hilgenfeld).

Erst gut eine Minute vor der Halbzeitpause kam Marburg zu ersten Punkten. Erst nagelte Brown einen endlich mal beim eigenen Mann landenden Pass an die Ein-Yard Linie eh er selbst zum Anschluss Touchdown lief (PAT Danijel Katusic 35:7). Die Antwort der Monarchs kam promt, schnell und humorlos: wieder war es Deed, der erst mit spektakulären Läufen für schnellen Raumgewinn und dann mit einem kurzen Sprint für neue Punkte sorgte (PAT Eric Seidel 42:7). Das war bis hierhin eine Ansage! Dresden gelang nahezu alles - Marburg hatte bis dahin einen gebrauchten Tag.

Dresden lies es in Halbzeit Zwei deutlich ruhiger angehen und wechselte früh aus. Punkte machte nur noch Marburg. Im letzten Viertel zeigte QB Brown was eigentlich in ihm steckt. Mit sehenswerten Pässen (61 und 39 Yard) bediente er zwei Mal Luke McCann für Touchdowns. Den Sieg der Monarchs konnte das aber nicht mehr gefährden.

Womöglich hatte man sich das in Dresden nicht ganz so reibungslos vorgestellt. Es war aber vor allem bemerkenswert wie gut auf den Punkt das Team der Monarchs eingestellt und vorbereitet war. Das muss es auch am kommenden Samstag. Dann müssen die Sachsen zum Halbfinale zum Meister der Gruppe Süd, den Schwäbisch Hall Unicorns.