AFVD Awards für 2015 vergeben!

| Team: Aktuelles

AFVD Awards für 2015 vergeben!

Die Fans haben abgestimmt und über die Vergabe der AFVD Awards für die Saison 2015 entschieden. Die vier Ehrungen verteilen sich auf vier verschiedene Clubs, wobei es dreimal auf den ersten beiden Plätzen äußerst knapp zuging, einmal, beim Spieler des Jahres, auf den Plätzen zwei bis drei, wo der Senkrechtstarter des letzten Jahres aus Schwäbisch Hall, Moritz Böhringer, dessen Weg nun sogar in die US-Profi-Liga NFL führen könnte, hauchdünn Platz zwei eroberte.

Den Rang abgelaufen hat ihm national Simon Gavanda vom Ligarivalen Stuttgart Scorpions, der bei der Abstimmung mehr als ein Viertel der Stimmen in der Kategorie des Spielers des Jahres eroberte. Hier standen fünf einheimische Akteure zur Wahl, die zuvor - wie die Nominierten aller Kategorien - durch eine Expertenjury ausgewählt worden waren. Gavanda hatte 2006 bei den Scorpions in der Jugend mit dem Football begonnen und wuchs ab 2007 in deren GFL-Team nach und nach in die Rolle des Leistungsträgers in der Defensive Line hinein. Von 2012 bis 2014 spielte er für die Düsseldorf Panther (und die deutsche Nationalmannschaft, mit der vor zwei Jahren in Wien den EM-Titel verteidigte), letztes Jahr kehrte er in die schwäbische Heimat zurück. In 14 Spielen für die Scorpions landete er zehn Quarterback Sacks und 15 Solo-Tackles for Loss, womit er mithalf, die Scorpions zurück in die Playoffs zu bringen.

Für 2016 wechselt Gavanda nun nach Frankfurt zum Aufsteiger Samsung Frankfurt Universe. Und dort wird er dann mit dem Trainer des Jahres 2015 zusammenarbeiten können: Markus Grahn führte den Club aus der hessischen Metropole im letzten Jahr ungeschlagen durch die GFL 2 und damit ins Oberhaus. Grahn hatte das Frankfurter Team, das er zwischen 2008 und 2012 bereits aus der untersten Klasse bis in die GFL 2 gebracht hatte, 2014 wieder übernommen und seine Aufbauarbeit dann 2015 mit dem Aufstieg gekrönt. Grahn gilt als einer der profiliertesten deutschen Trainer, hatte in den 90er Jahren im Stab in Braunschweig bereits ebenso Erfolg wie 2013 und 2014 in Dresden oder vor einem Jahrzehnt auch in der NFL Europe.

Auch Mannschaft des Jahres wurde ein Aufsteiger - allerdings einer der Nachfolger der Frankfurter als Aufsteiger aus der Regionalliga Mitte in die GFL 2: Auch die Ravensburg Razorbacks werden damit für eine „Perfect Season“ ohne Niederlage geehrt. In zehn Spielen marschierten sie mit durchschnittlich mehr als 40 eigenen Punkten und weniger als zwei gegnerischen Touchdowns pro Spiel unangefochten durch die Regionalliga. 

Knapp auf Rang zwei verwiesen sie so bei der Abstimmung über die AFVD Awards die Allgäu Comets. Aber deren weiterer Aufwärtstrend dokumentiert sich dafür in der Wahl von Quarterback James Cedric Townsend zum GFL-Spieler des Jahres. Mit 3.839 Yards Raumgewinn aus Pässen sowie 929 aus Läufen führte Townsend die Allgäuer bis ins Halbfinale um die Meisterschaft nach Braunschweig und dort bis zur Pause an den Rand einer Sensation. Mit 34,8 Prozent der Stimmen brachte ihm das unter allen Kandidaten den höchsten Stimmenanteil bei den Abstimmungen über die AFVD Awards ein.